Kleinere Pflanzen

Die Zahl der kleineren Pflanzen ist immens, etliche haben nur ein kleines Verbreitungsgebiet, andere sind an verschiedenen Orten im entsprechenden Biotop zu finden. Gute Literatur dazu zu aufzutreiben, ist nicht einfach und auch dann ist das Bestimmen schwierig. Es soll hier vor allem die Vielfalt an Familien, Gattungen und Arten aufgezeigt werden. Zudem sind Blüten auch für den Nicht-Botaniker schön anzusehen. Vor allem in Trockenzeiten schiessen nach Regen die tollsten Blüten aus dem Boden. Die meisten dieser Pflanzen haben Knollen, um die Trockenzeiten zu überstehen.

Fotos von Elvira Wolfer

 

 

 

 

 

 

Die Familie der Malven (Malvaceae) enthält weltweit 200 Gattungen und fast 2.300 Arten. Die berühmteste hiervon ist sicherlich der Hibiskus. Einige werden auch medizinisch genutzt. Sie wachsen meist in Grasland und kommen je nach Art bis fast 3.000 m vor.

 

 

 

 

Pavonia_urens

Hibiscus_cannabinus

Abuliton_sp

 

 

 

 

Pavonia urens aus dem Meru Natioanalpark.

Hibiscus cannabinus, Meru Nationalpark

Abutilon sp, Shaba Nationalreservat

 

 

 

 

Malve_gelb

 

Distel

 

 

 

 

Eine weitere Malvenart aus dem Meru Nationalpark.

 

Argemone sp. (Familie Papaveraceae/Mohngewächse). Bild aus dem Nakuru Nationalpark.

 

 

Eine riesige Familie ist diejenige der Korbblütler (Compositae). Die Sonnenblume gehört hierzu, wo deutlich zu sehen ist, dass mehrere Blüten in einem “Korb” drin sind.

 

 

 

 

 

 

Compositae_gelb

Crossandra_massaica

 

 

 

 

 

 

Ein margaritenähnlich aussehender Korbblütler aus dem Meru Nationalpark.

 

Crossandra massaica (Familie Acanthaceae/Akantusgewächse). 17 Arten dieser Gattung kommen in der Region vor. Bild aus der Masai Mara.

 

 

 

 

 

 

 

 

Labiatae_gelb

Lippenblütler (Labiatae) kommen weltweit vor. Charakteristisch sind das meist lippenähnliche unter Blütenblatt, der oft viereckige Stengel und das meist starke Aroma. Pflanzen wie Pfefferminz gehören hierzu, sowie weitere Nutzpflanzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cleome_hirta

Cleome hirta aus der Kapernfamilie (Capparaceae)
im Meru Nationalpark.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Astripomoea_hyoscyamoides1

Windenstrauch

 

 

Astripomoea hyoscyamoides aus der Familie der Winden
(Convovulacae). Meru Nationalpark.

Eine weitere Windenart aus dem Meru Nationalpark.

 

 

Gomphocarpus_sp.

Calotropis

 

 

Gomphocarpus sp. (Familie Apocynaceae/Hundsgiftgewächse,
Unterfamilie Asclepiadoideae/Schwalbenwurzgewächse).

Bevor Sie zum Parkeingang des Manyara Nationalparks kommen, stehen wunderschöne Exemplare von Calotropis procera (Familie Apocynaceae, Unterfamilie Asclepiadoideae/Schwalbenwurzgewächse). Die Maasais benutzen den Saft dieser Pflanze, um Tierhäute zu enthaaren. Öffnet man die grossen Fruchtkapseln, so kommen seidene Fäden mit Samen dran raus. Dies gab dieser Unterfamilie den anderen Namen, Seidenpflanzengewächse.

 

 

Tylosema_fassoglense

Tylosema fassoglense (Familie Leguminosae, Unterfamilie Caesalpinioideae). Diese Pflanze kriecht dem Boden nach und kommt bis 2.000 m vor. Meru Nationalpark.

 

 

 

 

 

 

PyjamaLilie

Ammocharis

Feuerball_Lilie

 

 

 

 

 

 

 

 

Regenfälle lassen sonst kaum sichtbare Pflanzen aus dem Boden schiessen und blühen. Pyjama Lilie (Crimum macowanii, Familie Amaryllidaceae). Weitverbreitet. Bild aus dem Tsavo Ost.

 

Amaryllis (Ammocharis tinneana, Familie Amaryllidaceae). Bild aus dem Shaba Nationalreserat.

 

Feuerball Lilie (Haemanthus multiflurus), Familie Amaryllidaceae). Weitverbreitet. Foto aus dem Arusha Nationalpark.

 

 

 

 

 

 

 

 

Flammenlilie

Tuerkenbund

Gladioa

 

 

 

 

 

 

 

 

Flammenlilie (Gloriosa superba, Familie Iridaceae/Schwertliliengewächse). Weitverbreitet.
Bild aus der Masai Mara.

 

Eine Türkenbundart aus dem Samburu (Familie Iridaceae).

 

 

Gladiolus watsonoides (Familie Iridaceae) kommt in feuchten Bergwäldern vor. Bild aus den Aberdares.

 

 

 

 

 

 

 

 

Fackellilie

Orobanche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fackel-Lilie (Kniphofia thomsonii, Familie Asphodelaceae/Affodillgewächse). Die 70 Arten dieser Gattung sind in Afrika beheimatet, werden aber als Zierpflanzen in Europa gepflanzt. Foto aus den Aberdares.

Orobanche sp. (Familie Orobanchaceae/Sommerwurz). Diese Familie parasitiert andere Pflanzen und bildet auch im Stamm kein Chlorophyll aus. Die Blätter gehören zu einer anderen Pflanze. Bild aus den Aberdares.

 

 

 

 

 

Craterostigma

Heliotropium

 

 

Craterostigma pumilum (Familie Scrophulariaceae). Typisch, die in rosettenform angeordneten Blätter. Sie wächst von 350 bis 2.250 m nach ausgiebigen Regenfällen. Verschiedene Farben kommen vor.
Foto von Nairobi.

Heliotrpium sp. (Familie Boraginaceae/Raublattgewächse). Vergiss-mein-nicht gehören in die selbe Familie. Foto von den Aberdares.